Die Hobbywerkstatt
Wenn man sich als Heimwerker eine Hobbywerkstatt einrichten möchte, gibt es viele Dinge zu beachten. Eine gründliche Planung erspart später viel Ärger.
Die meisten Anfänger begehen bei der Einrichtung ihrer ersten Hobby-Werkstatt den Fehler, zu wenig Stauraum einzuplanen, um später festzustellen, dass sie nicht genug Platz für ihre Hand- und Elektrowerkzeuge haben. Man darf den Platz, den man für Werkzeugkoffer, Wasserwaagen, Bohrmaschinen, Stichsägen und andere Werkzeuge braucht auf keinen Fall unterschätzen.
Es ist mehr als ärgerlich, wenn man eine eigene private Werkstatt hat und trotzdem einen Teil der Werkzeuge in einem anderen Raum des Hauses lagern muss. Deshalb sollt man von Anfang an genügend Platz einplanen.
Das ist auch dann von Vorteil, wenn man große Werkstücke an der Werkbank bearbeiten muss. Die Werkbank sollte so im Raum positioniert sein, dass man an ihr auch 2 oder gar 4m lange Holzlatten ohne Probleme sägen kann.
Die Werkbank ist einer der wichtigsten Orte in der heimischen Werkstatt, da man hier fast ständig am Werkeln ist. Sie sollte stabil und nicht zu niedrig sein, da man an ihr die meiste Zeit im Stehen arbeitet. Unbedingt braucht man als Heimwerker einen an den Tisch festgeschraubten Schraubstock, wobei man darauf achten sollte, dass die vordere und nicht die hintere Schraubstock-Backe beweglich ist. Zu einer professionell eingerichteten Werkbank gehören zusätzlich eine am Tisch befestigte Stand-Bohrmaschine und eine kleine Tisch-Kreissäge.
In Reichweite der Werkbank sollten sich außerdem die wichtigsten Werkzeuge (Hämmer, Maulschlüssel, etc.) befinden, damit man sie immer schnell zur Hand hat. Für die Anordnung der Handwerkzeuge gibt es kein Patent-Rezept, wichtig ist nur, dass jedes Werkzeug seinen festen Platz hat. Eine geschickte Anordnung der Werkzeuge kann einem eingespielten Heimwerker nicht nur ein paar Minuten Arbeitszeit sparen. Um später nicht mit Strom-Verteilern herumhantieren zu müssen, sollte man auch genügend Steckdosen einplanen.
Genauso wichtig sind ausreichend Regale, in denen man all die Kisten und Töpfe, die sich in einer Heimwerker-Karriere so ansammeln, lagern kann. Der Vorteil von Regalen besteht darin, dass man sich sehr schnell einen Überblick verschaffen kann und sie sich sehr einfach mit Befestigungstechnik aus dem Baumarkt anbringen lassen.
Eine optimal eingerichtete Hobbywerkstatt benötigt auch eine durchdachte und großzügige Beleuchtung, so dass man auf jeder Arbeitsfläche gut beleuchtet und sicher arbeiten kann. Leuchtstoffröhren sind dafür in der Regel sehr gut geeignet.
Da man in der Werkstatt auch mit giftigen Farben und gefährlichen Chemikalien arbeiten muss, benötigt man auf jeden Fall ein Fenster zur Entlüftung. Falls die Hobby-Werkstatt keine Fenster hat, muss man sich über ein Entlüftungssystem Gedanken machen.
Ein Wasseranschluss in der Hobby-Werkstatt ist kein unbedingtes Muss, aber doch ein Komfort, den man nicht mehr missen möchte, wenn man sich einmal an ihn gewöhnt hat. Um die heimische Werkstatt sauber zu halten, sollte man auch einen eigenen Staubsauger, Besen, Schrubber und Lappen parat halten.
Aufräumen und regelmäßiges Säubern ist sehr wichtig beim Arbeiten in der heimischen Werkstatt, da man sonst schnell im Chaos versinkt. Wer für jedes Werkzeug einen festen Platz hat und sich an die 3-Werkzeug-Regel hält, wird viel Spaß mit seiner privaten Hobby-Werkstatt haben und nie den Überblick verlieren. Und lasse niemals mehr als 3 Werkzeuge auf der Werkbank liegen.
